Mai

PCIM, Nürnberg

Internationale Fachmesse und Konferenz für Leistungselektronik, Intelligente Antriebstechnik, Erneuerbare Energie und Energiemanagement
7. bis 9. Mai
www.pcim.de

SMTconnect, Nürnberg

Der Treffpunkt für die Community der Elektronikfertigung
7. bis 9. Mai
www.smt.mesago.com

T4M – Technology für Medical Devices, Stuttgart

Fachmesse für Medizintechnik
7. bis 9. Mai
www.t4m-expo.de

Control, Stuttgart

Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung
7. bis 10. Mai
www.control-messe.de

PRODEX, Basel

Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungstechnik
14. bis 17. Mai
www.prodex.ch

Swisstech, Basel

Internationale Fachmesse für Komponenten, Systemlösungen und Dienstleistungen in der Zulieferindustrie
14. bis 17. Mai
www.swisstech-messe.ch

MedtecLIVE, Nürnberg

Event für die Wertschöpfungskette medizintechnischer Produkte
21. bis 23. Mai
www.medteclive.com

Cwieme, Berlin

Internationale Ausstellung und Konferenz für Spulenwicklung, Isolierung und Elektrofertigung
21. bis 23. Mai
www.coilwindingexpo.com

Eine massive Kühlung des Bohrprozesses ist wesentlich, um mit hohen Schnittparametern und ohne Entspänen rostfreie Materialien bohren zu können.

Tiefe Bohrungen in Edelstahl

Mikron Tool SA Agno
Via Campagna 1
CH-6982 Agno

Telefon +41 (0)91 610 40 00
www.mikrontool.com
info.mto@mikron.com

CrazyDrill Cool SST-Inox ist ein Vollhartmetallbohrer, verfügbar in Ø 1 bis 6 mm, entwickelt für die Bearbeitung von rostfreien Stählen, hitzebeständigen (nickelbasierten) Legierungen und Chrom-Kobalt-Legierungen. Nach den 2016 im Markt eingeführten Kurzversionen 6xd und 10xd ist dieser Bohrertyp nun auch für Bohrtiefen bis 15xd und 20xd verfügbar. Damit geht der Schweizer Werkzeughersteller Mikron Tool mit der Inox-Familie eindeutig in Richtung Tieflochbohren.
Gefragt nach den Besonderheiten dieses neuen Produktes, erklärt Markus Schnyder, der Verantwortliche von Mikron Tool International und Initiator dieser Entwicklung: Speziell gefordert waren die Entwicklungsinge­nieure von der erschwerten Späneabfuhr durch die langen Spiralnuten. Zwar konnte die Geome­trie der bereits bestehenden Kurzversionen übernommen werden: ein «Spanbrecherprofil» an der Spitze, welches kurze, gekrümmte Späne generiert, und ein erweitertes Nutenprofil im hinteren Teil, das genauso wie die massive und konstante Kühlschmierung die Späneausfuhr erleichtert. Notwendig war bei diesen Bohrerlängen aber eine weitere Massnahme, um beim Bohren in die Tiefe einen Anstieg der Kräfte zu verhindern: das Polieren der Nuten. Die extrem glatte Oberfläche der Spiralnuten macht in Bohrtiefen von mehr als 10xd einen wesentlichen Unterschied aus. Sie sorgt gemeinsam mit den anderen erwähnten Faktoren dafür, dass auch bei tiefen Bohrungen die Kräfte gleichbleiben. So genügt ein einziger Bohrstoss, um die volle Bohrtiefe zu erreichen und die Späne dabei problemlos aus den Nuten befördert werden. Und das mit hohen Schnitt- und Vorschubsgeschwindigkeiten.

Ein Maximum an Kühlleistung
Ein weiteres entscheidendes Merkmal, um rostfreie Materia­lien prozesssicher und mit hoher Schnittgeschwindigkeit zerspanen zu können, ist eine effiziente Kühlung. Beim Inox-Bohrer von Mikron Tool führen spiralisierte, im Bohrer integrierte Kühlkanäle das Kühlschmiermittel bis an die Bohrerspitze. Die spezielle Form, die in ihrem Querschnitt einem Tropfen nachempfunden ist, sorgt dabei für eine bis zu vier Mal grössere Durchflussmenge an Kühlmittel, verglichen mit einem runden Querschnitt. Um auch bei kleinen Bohrdurchmessern diese Kühlleistung zu garantieren, ist der Schaft bei Ø unter 3 mm zusätzlich mit einer Powerkammer (ein Hohlraum im Schaft) versehen. Diese hohe Kühlleistung verhindert, dass die Schneiden überhitzt werden und in der Folge die Schneidkanten ausbrechen und sich Aufbauschneiden bilden.

Kurze Bohrzeit, lange Standzeit
Markus Schnyder versichert: Diese neu konzipierten Bohrer sind äusserst zuverlässig, die Standzeiten können vor allem bei der Bearbeitung von hitzebeständigen Legierungen wesentlich verbessert werden. Das bedeutet für den Anwender, dass er seine oft wertvollen Teile mit hoher Prozesssicherheit fertigen kann. Ein Beispiel: ein Hersteller von Dampfventilen aus rostfreiem austenitischem Stahl DIN 1.4301 (AISI 304) für Kaffeemaschinen hat mit einem CrazyDrill Cool SST-Inox
Ø 2,75 mm eine Bohrung in eine Bohrtiefe von 15xd mit einem einzigen Bohrstoss ausgeführt und dabei mit einem Werkzeug über 100’000 Teile gebohrt. Das sind doppelt so viele, wie vorher möglich waren. Unsere Tests haben ergeben, dass bis zu drei Mal längere Standzeiten möglich sind, abhängig vom zu bearbeitenden Material. Auch beim Faktor Zeit, so Markus Schnyder, sei ein grosses Sparpotenzial vorhanden. Hier zeigen die ersten Erfahrungen, dass eine Bohrtiefe von 20xd in einem Bohrstoss und mit den empfohlenen Schnittdaten gebohrt den Bohrprozess bis zu zehn Mal verkürzen kann. Was selbst die Entwickler erstaunt hat: es ist möglich und sogar empfohlen, mit denselben Geschwindigkeiten und Vorschüben in jede Tiefe zu bohren; egal ob es um eine kurze Bohrung von 6xd geht oder um eine tiefe Bohrung von 20xd.

Ein klarer Bohrprozess sichert die Qualität
Um mit diesen Bohrern eine gute Bohrqualität zu gewährleisten, sind die empfohlenen Richtlinien einzuhalten. Gemäss Hersteller handelt es sich hier durchgehend um getestete Werte. So ist bei Bohrtiefen von mehr als 6xd eine Pilotbohrung erforderlich, ide­alerweise mit dem als Ergänzung zur CrazyDrill Cool SST-Inox entwickelten CrazyDrill Coolpilot. Er ist in seinen Dimensionen und Toleranzen ganz auf den Tieflochbohrer abgestimmt. Auch bei den Schnittgeschwindigkeiten und den Vorschüben ist ein Wert innerhalb des angegebenen Bereiches zu wählen. So ist eine maximale Qualität der Bohrung gesichert in Bezug auf Zylindrizität, Achsmittenverlauf und Oberfläche.