August

topsoft, Spreitenbach

Business Software und IT-Infrastruktur Messe
28. und 29. August
www.topsoft.ch

September

Swiss Medtech Expo, Luzern

Branchentreffpunkt für Medizintechnikunternehmen
10. und 11. September
www.medtech-expo.ch

Composites Europe, Stuttgart

Europäische Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen
10. bis 12. September
www.composites-europe.com

Schweissen, Linz

Fachmesse für Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik
10. bis 12. September
www.schweissen.at

EMO, Hannover

Weltleitmesse der Metallbearbeitung und internationaler Branchentreff
16. bis 21. September
www.emo-hannover.de

Ceramitec, München

Internationaler Treffpunkt für die Keramikbranche
19. und 20. September
www.ceramitec.com

Experience Additive Manufacturing, Augsburg

Internationaler Multi-Location-Event für Additive Fertigung
24. bis 26. September
www.experience-am.com

ILMAC, Basel

Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie
24. bis 27. September
www.ilmac.ch

Schnelligkeit, Steifigkeit, Zuverlässigkeit und Produktivität mit den Anforderungen, die durch eine hochflexible Komplettbearbeitung auch komplexer Werkstücke gestellt werden.

Mehrspindeltechnik für mehr Effizienz

Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG
Alfred-Schütte-Allee 76
D-51105 Köln-Poll

T +49 (0)221 83990
www.schuette.de
schuette@schuette.de

Werkstückabführung.

Immer dann, wenn komplexere Präzision-Serien-Drehteile in kurzen Taktzeiten und gegebenenfalls mit einer Mehrseitenbearbeitung gefertigt werden müssen und zudem eine hohe Fertigungsqualität gefordert wird, gibt es keine wirtschaftliche Alternative zu Mehrspindel-Drehautomaten. Mehrspindel-Drehautomaten werden in der Automobilindustrie ebenso wie in der Armaturenfertigung, Medizintechnik und in der feinmechanischen und optischen Industrie eingesetzt.
Liegen die zu erwartenden Stückzahlen mitunter bei «nur» 10’000 Stück, ist von der Maschine darüber hinaus Flexibilität gefordert, die sich nur mit einem modularen, rekonfigurierbaren Maschinenaufbau und einer intelligenten NC-Steuerung realisieren lässt.
Als technologische Basis der Entwicklung dient das Baukastenprinzip der 2006 erfolgreich eingeführten und mit sechs Hauptspindeln ausgestatteten SCX-Baureihe. Als 8-Spindler rundet die neue ACX nun die Bearbeitungsmöglichkeiten sowohl nach oben als auch nach unten ab.
Die neue ACX kann immer exakt an den Bedarf des jeweiligen Produktspektrums des Kunden angepasst werden. So eignet sie sich natürlich für komplizierte Teile, an denen ein noch grösserer Bearbeitungsumfang abzubilden ist, als es ein 6-Spindler möglich macht. Interessant ist darüber hinaus der doppelte 4-Spindel-Betrieb. Das heisst, es lassen sich gleichzeitig zwei identische Teile produzieren, die weniger komplex sind und damit jeweils nur vier Hauptspindeln benötigen.

Keine Störkanten im Arbeitsraum
Dem SCX-Konzept folgend haben die Konstrukteure auch bei dem Maschinenkonzept der ACX konsequent alle Führungen, Antriebe aus dem Arbeitsraum verbannt. Auch Kühlmittelschläuche, Schmierleitungen und elektrische Kabel sind innerhalb des Zerspanungsraumes nicht zu finden.
Der Maschinenutzer profitiert von einem extrem aufgeräumten und gut zugänglichen Arbeitsbereich. Das Ein- und Umrüsten der Maschine wird erheblich erleichtert, schnelle Werkzeugwechselzeiten erhöhen den Nutzungsgrad. Die lagenunabhängig einsetzbaren, standardisierten Einrichtungen und Werkzeugköpfe ermöglichen eine bisher unbekannte Flexibilität in der Maschinenkonfiguration und Rekonfiguration, wenn das zu fertigende Werkstück geändert wird.
Der Spänefall wird weder durch Schlitten- oder Antriebsaufbauten noch durch Kabel und Leitungen im Zerspanungsraum behindert. Die Gefahr der Beschädigung beziehungsweise Zerstörung von Kabeln oder Schläuchen durch heisse Späne oder bei der Maschineneinrichtung existiert nicht mehr. Auch Spänenester gehören der Vergangenheit an. Damit werden Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Einrichtungen verbessert und unproduktive Zeiten für das Beseitigen von Spänen und Spänenestern deutlich reduziert.
Mit der Anordnung von Antriebs- und Führungssystemen ausserhalb des Arbeitsraums wird einer Verschmutzung dieser Elemente und somit der Gefahr eines frühzeitigen Verschleisses und Lebensdauerendes effektiv vorgebeugt.

Stabile Maschinenstruktur
Charakteristisch für Mehrspindel-Drehautomaten aus dem Hause Schütte ist zudem die auf zwei Maschinenständer aufgeteilte Anordnung der Bearbeitungseinheiten für die Längs- und Querbearbeitung. Diese Konstruktion verleiht der Maschine eine enorm hohe Stabilität, was sich nicht zuletzt in hohen Zerspanleistungen widerspiegelt und anspruchsvolle Bohroperationen ermöglicht.
Die Bearbeitungseinheiten bilden die Basis für den modular aufgebauten Systembaukasten, aus dem die Maschine flexibel mit weiteren Funktionen, Antrieben und Achsen aus-, um- oder nachgerüstet werden kann. Jede Bearbeitungseinheit von quer und längs lässt sich mit einer Revolverfunktion ausrüsten. Damit wird beispielsweise der Einsatz von Schwester- oder Folgewerkzeugen möglich. Weitere Ausrüstungsoption ist eine Y-Achse, die ebenfalls in jeder Lage eingesetzt werden kann.
Neben klassischen Bearbeitungsarten wie Drehen, Bohren, Gewinden, Reiben, Stossen und Mehrkantschlagen ist somit mit dem NC-gesteuerten 8-Spindler von Schütte auch mehrachsiges Fräsen möglich.
Werkzeugköpfe, angetriebene Einrichtungen und das Werkzeugsystem bieten eine gleichermassen hohe Modularität und Flexibilität. Deren lagenunabhängiger Einsatz, eine gute Zugänglichkeit und die durchgängige Verwendung von standardisierten Schnellwechselschnittstellen sind konsequent umgesetzt.
In den Werkzeugköpfen von quer und längs können ein oder mehrere stehende oder angetriebene Werkzeuge, auch in Kombination, eingesetzt werden, dies gilt auch für einen Kreuzschlitten, der optional in den längs angeordneten Bearbeitungseinheiten eingesetzt werden kann.
Auch die Wechselhalter der Schneidwerkzeuge verfügen über hoch genaue Standard-Schnellwechselschnittstellen. Kunden können zwischen HSK- und Capto-Schnittstellen wählen. Der Kundennutzen liegt dabei in der ausserhalb der Maschine möglichen Voreinstellung aller Werkzeuge und der damit verbundenen kürzest möglichen Werkzeugwechsel- und somit Maschinenstillstandszeit. Das Werkzeugsystem verfügt für stehende und angetriebene Werkzeuge durchgängig über die Möglichkeit einer inneren Kühlschmiermittelzufuhr bis 100 bar.

Bearbeitung der Werkstück­vorder und -rückseite
Ebenso wichtig: Die ACX-Maschinen sind für eine Komplettbearbeitung ausgelegt, das heisst, es werden Vorder- und Rückseite des Werkstücks in einem Zyklus fertiggestellt. Entscheidend dafür sind die gleichzeitig im Einsatz befindlichen acht Haupt- und bis zu zwei Gegenspindeln. Alle Spindeln sind mit flüssigkeitsgekühlten Direktantrieben ausgestattet, die eine unabhängig voneinander frei wählbare Drehzahl ermöglichen. Mit Drehmomenten von 85 Nm erreichen sie eine besonders hohe Dynamik und Durchzugskraft.
Die Materialzufuhr erfolgt bei den ACX-Maschinen meist via Stange mit einem Ø bis zu 36 mm. Alternativ ist eine automatisierte Zuführung von Rohlingen oder Halbzeugen über individuelle Bestückungseinrichtungen möglich. Fertig bearbeitet verlassen die Werkstücke die Maschine je nach Kundenbedarf über Rutsche, Abführband oder als orientierte Ablage in Paletten. Reinigungs- und Messstationen lassen sich den jeweiligen Anforderungen der Werkstücke entsprechend konfigurieren und in das Fertigteilehandling integrieren.
Weitere Produktivitätssteigerungen lassen sich durch einen optional verfügbaren Zusatzschlitten in der Abstichlage erzielen. Mit diesem Feature kann der Anwender in der Gegenspindel eine zusätzliche Bearbeitung ebenso realisieren wie das parallele Vorstechen des nächsten Bauteils. Insbesondere bei Werkstücken mit grösserem Durchmesser lassen sich auf diese Weise Taktzeiten reduzieren.

Einfache Konfiguration, Bedienung und Programmierung
Für die Steuerung der Maschine wird die SINUMERIK 840D sl-Steuerung von SIEMENS eingesetzt, diese verfügt standardmässig über zehn Kanäle und beherrscht bis zu 31 Achsen. Da bei der ACX-Baureihe jedoch 16 Bearbeitungskanäle zu verwalten und je nach Ausstattung bis zu 85 Achsen zu steuern sind, wurden mehrere dieser Steuerungen zu einer sogenannten Triple-NCU integriert. Die Verknüpfung der drei NCU und die damit verbundenen Abläufe sind für den Anwender jedoch nicht von Bedeutung, da diese unbemerkt im Hintergrund ablaufen. Die Konfiguration, Bedienung und Programmierung der Maschine erfolgt mithilfe des von Schütte entwickelten User-Interfaces SICS. Dieses ist optimal auf die Funktionalitäten des Mehrspindel-Drehautomaten ACX zugeschnitten. Maschineneinrichter, Bedien- und Wartungspersonal können sich auf ihre eigentlichen Arbeiten konzentrieren, da ihnen in SICS die jeweils für ihre Tätigkeiten vordefinierten Eingabe- und Bedienmenus zur Verfügung gestellt werden. Die Koordination und Verteilung der Daten auf die einzelnen Steuerungen und Kanäle läuft für den Anwender unbemerkt im Hintergrund.