Das Highlight in der rotativen Fertigung bei der Knoepfel AG: das neue Dreh-Fräszentrum G420 von INDEX.

Ausgabe 10 | 2022

Basis für Schweizer Präzision und Qualität

INDEX Werkzeugmaschinen Schweiz AG

Der Schweizer Zerspanungsdienstleister Knoepfel AG in CH-9428 Walzenhausen hat seine rotative Fertigung auf den modernsten Stand gebracht – mit dem neuen INDEX Dreh-Fräszentrum G420. Durch Komplettbearbeitung in einer Aufspannung, bestehend aus Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Verzahnen, steigern die Fertigungsspezialisten ihre ohnehin schon hohe Qualität und Präzision und maximieren die Wirtschaftlichkeit der Bearbeitung.

Das Spektrum der Knoepfel AG reicht von relativ kleinen Teilen für PET-Injektionswerkzeuge bis zu grossen, präzisen Lagergehäusen für Schiffsdieselmotoren. Ausserdem fertigen sie seit vielen Jahren Schwenkbrücken für 5-Achs-BAZ, zahlreiche Schlüsselkomponenten für Helikopter und die Raumfahrtindustrie aus Stahl, Titan und hochfesten Aluminiumlegierungen.

Modernste Infrastruktur
Seit der Gründung 1962 durch Hugo Knoepfel strebt das Unternehmen nach höchster Kompetenz in der spanabhebenden Metallbearbeitung. So investiert die heutige Familien-AG kontinuierlich in eine hochwertige, effiziente Fertigung, die nicht zuletzt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein optimales Arbeitsumfeld bietet. Bestes Beispiel für das fortschrittliche Denken und Handeln der Verantwortlichen ist das 1991 errichtete Werksgebäude, das auch heute noch höchste Ansprüche erfüllt: Die Produktionshallen wurden damals mit einer Klima-, Heizungs- und Wärmerückgewinnungsanlage bestückt, die für eine konstante klimatisierte Lufttemperatur von exakt 22 °C sorgt. Eine zentrale KSS-Aufbereitung trägt bis heute zu einer sauberen Produktionsumgebung bei. Vorbildlich ist auch die vor einigen Jahren installierte, 4000 m2 grosse Photovoltaik-Anlage, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinde auf dem Dach der Produktionshalle betrieben wird.

Ein leistungsstarkes Team
Unter diesem Dach befinden sich die wahren Schätze des Unternehmens. Urs Knoepfel – Bruder des Firmengründers und heute Mitglied im Verwaltungsrat – nennt zuvorderst die rund 50 Mitarbeiter, die allesamt bestens ausgebildet und hoch motiviert sind. Stolz erklärt er: «Von unserer Produktionsmannschaft wurden 70 Prozent bei uns ausgebildet.» Als Grund für die geringe Fluktuation nennt er das familiäre Klima in der Belegschaft und eine hinsichtlich Qualität und Präzision herausfordernde Tätigkeit, die den technikbegeisternden Spezialisten grosse Freude bereite.
«Wir wollen immer zu den Besten gehören», betont Betriebsleiter Anton Rechsteiner. «Das gilt schon für unsere Auszubildenden, die vielfach mit Auszeichnung abgeschlossen haben. Dementsprechend achten wir auf höchstwertiges Equipment.» Den Bereich der grosskubischen Werkstücke dominiert in flexibles Fertigungssystem, das aus drei CNC-Bearbeitungszentren und einer Kapazität von 40 Maschinenpaletten besteht. Obwohl die Belegschaft im Ein-Schicht-Betrieb arbeitet, produziert die Anlage rund um die Uhr.

INDEX – weil Qualität und Präzision stimmen müssen
Die rotative Fertigung erledigt die Knoepfel AG im Wesentlichen auf acht INDEX GU-CNC-Drehzentren. Anton Rechsteiner, in der Geschäftsleitung für die Technik verantwortlich, räumt ein: «Diese Maschinen sind nicht mehr nach der neuesten Bauart, aber ihr genialer Maschinenbau, ihre Steifigkeit und die erreichbare Präzision sind selbst von Neumaschinen kaum zu übertreffen. Auf unseren beiden INDEX GU2000 erreichen wir beispielsweise bei einem Drehdurchmesser von 600 mm eine Rundheit unter 2 µm.» Das ist bestimmt auch der guten Pflege der Maschinen zu verdanken und dem Umstand, dass sie zuletzt vor zwei Jahren komplett revidiert und mit neuesten Steuerungskomponenten ausgestattet wurden.
Wer an der technologischen Spitze der Zerspanung stehen will, muss aber auch wichtige Neuentwicklungen im Auge behalten und entsprechende Konzepte in die Fertigung integrieren. «Da gehören Dreh-Fräszentren zweifelsfrei dazu», betont Anton Rechsteiner.

Langjährige Partnerschaft
«Unsere erste Investition in eine INDEX-Maschine tätigten wir 1983», erinnert sich Urs Knoepfel. «Seitdem pflegen wir enge Kontakte nach Esslingen. Mit der neuen G420 ist es INDEX-Geschäftsführer Reiner Hammerl und seinem Team gelungen, uns zu überzeugen. Dieses Dreh-Fräszentrum ist vom Konzept und Maschinenbau her absolute Spitze.»
Nachdem die Knoepfel-Zerspanungsspezialisten in den vergangenen Jahren noch kein passendes Dreh-Fräszentrum fanden, erfüllt die neue INDEX G420 nun ihre Anforderungen perfekt. «Die Motorfrässpindel ist derart leistungsstark, dass sie im Prinzip eine eigene Fräsmaschine darstellt», urteilt Anton Rechsteiner. «Mit ihrem Y-Hub von ±170 mm, dem ±115° Schwenkbereich der B-Achse und dem grossem X-Verfahrweg von 750 mm können wir auch komplexe Fünfachsbearbeitungen problemlos und produktiv durchführen.»
Des Weiteren hebt er den grosszügigen Arbeitsraum sowie die Anordnung der beiden unteren Revolver hervor: «Das ist genial gelöst. Beim neuen Konzept können zum einen Motorfrässpindel und Werkzeugrevolver kollisionsunkritisch zeitgleich an der Haupt- und Gegenspindel arbeiten. Zum anderen ist es durch das Abtauchen der Werkzeugrevolver unter die jeweilige Drehspindel möglich, dass jeder Werkzeugträger frei an beiden Drehspindeln zum Einsatz kommt.»
Selbst eine 320 mm Revolverlünette stellten die Esslinger Maschinenbauer ihrem Schweizer Kunden zur Verfügung. «Für uns ist das von grosser Bedeutung», erklärt Anton Bischofberger, CEO der KNOEPFEL AG. «Denn im Unterschied zu vielen Mitbewerbern besitzen wir grosses Know-how in der Bearbeitung grosser, anspruchsvoller, rohrförmiger Bauteile, die eine Abstützung benötigen. Durch die Zusatzlünette entstehen zudem völlig neue Fertigungsmöglichkeiten.»

Grosse Fan-Gemeinde bei der Knoepfel AG: vom Bediener bis zum CEO
In die Auswahl des Dreh-Fräszentrums war auch das Dreh-Team mit eingebunden, die heute fürs Programmieren, Rüsten und Bedienen der INDEX G420 verantwortlich sind. Esedin Rahmanovic, Teamleiter Rotative Fertigung, ist zum grössten Fan «seiner» Maschine geworden: «Am Anfang hatten wir grossen Respekt vor der neuen Technologie. Denn der Sprung von der INDEX GU-Baureihe zum Dreh-Fräszentrum G420 ist gewaltig. Aber inzwischen beherrschen wir die Maschine, sodass die Arbeit richtig Spass macht.»
Auch der CNC-Mechaniker Besar Selimi gehört bei der Knoepfel AG zum G420-Team. Für die Vor-Ort-Schulung hat er lobende Worte: «Der INDEX-Instruktor hatte nicht nur von der Technik viel Ahnung, er konnte auch super erklären. Gemeinsam haben wir die Maschine so in den Griff bekommen, dass wir höchste Präzision erreichen, also Rundheits- und Positionswerte kleiner 2 µm sowie Durchmessertoleranzen im Bereich von 2 µm (!) und bei einer Werkstückübergabe von der Haupt- auf die Gegenspindel Rundlauf-, Koaxialitäts- und Planlauftoleranzen von 0,02 mm einhalten können»
Die Komplexität, bedingt durch das Zusammenspiel der drei Bearbeitungseinheiten, lässt sich nur mit modernster Steuerungstechnik und Programmierung beherrschen. Für Esedin Rahmanovic steht fest: «Um effizient und sicher zu bearbeiten, brauchen wir den INDEX-Programmierplatz. Andere externe Programmiersysteme konnten die Anforderungen nicht erfüllen. Ohne die VM, die «Virtuelle Maschine» von INDEX, würde ich diese Maschine und die Bearbeitungsprozesse nicht so gut beherrschen. Gerade für den kollisionsfreien Ablauf neuer Programme ist die Simulation über die VM unerlässlich.» Besar Selimi ist auch vom Bediensystem INDEX iXpanel begeistert: «Ein derart komfortables Einrichten und Bedienen habe ich noch nicht erlebt. Diese Performance – eine super Sache.»

Für die Zukunft gerüstet
Da die Knoepfel AG als Zulieferbetrieb nie genau weiss, welche Aufträge in Zukunft anstehen, haben die Verantwortlichen die INDEX G420 in Vollausstattung gewählt. CEO Anton Bischofberger setzt auch auf die integrierten Möglichkeiten zum Schleifen und Verzahnen: «Sie bieten vielversprechende Perspektiven. Bereits kurze Zeit nach Inbetriebnahme sind von unseren Kunden erste Anfragen eingegangen, die ein ergänzendes Schleifen und Verzahnen betreffen. Damit erschliessen wir uns weiteres Marktpotenzial, das wir sonst nicht mit dieser Effizienz abdecken könnten.» Wie überzeugt das Knoepfel-Team von seiner jüngsten Investition ist, zeigt sich auch daran, dass bereits der Platz für ein zweites INDEX Dreh-Fräszentrum eingeplant ist. Der Geschäftsführer erklärt: «Wir haben fast alle unsere Werkzeugmaschinen in doppelter Ausfertigung. Das ermöglicht unseren Mitarbeitern eine einfache Mehrmaschinenbedienung und verschafft uns wichtige Redundanz.» Auch die Automatisierung der zukünftig zwei Dreh-Fräszentren ist bereits angedacht. Favorit ist die roboterunterstützte INDEX iXcenter-Lösung, deren modularer Aufbau ganz nach dem Geschmack des Schweizer Lohnfertigers ist. Sie ermöglicht es, nicht nur das Be- und Entladen zu automatisieren, sondern auch verschiedene vor- und nachgelagerte Einheiten zum Messen, Reinigen usw. einzubinden.

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INDEX Werkzeugmaschinen Schweiz AG
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