Cwieme, Berlin
Internationale Ausstellung und Konferenz für Spulentwicklung, Isolierung und Elektrofertigung
19. bis 21. Mai
www.berlin.cwiemeevents.com
Vom 5. bis 7. September findet am Messeplatz Bern mit der SINDEX die massgebende Schweizer Fachmesse für industrielle Automatisierung statt. Die maschinenbau-Redaktion befragte den Co-Messeleiter David von Büren zur Zukunft solcher polytechnischen Fachmessen in der Nach-Covid-Phase und zum aktuellen Stand der Dinge.
Laut den Erfolgsmeldungen der Veranstalter von Fachmessen im deutschsprachigen Raum scheinen die Nachwirkungen der Covid-Pandemie ausgestanden zu sein, und Fachmessen zählen nach einer Durststrecke wieder zu den unerlässlichen Bausteinen von Marketing-Kampagnen. Sehen die potenziellen Aussteller der diesjährigen SINDEX das auch so, sprich: Wie viele Aussteller haben sich insgesamt angemeldet?
Nach der pandemiebedingt reduzierten Ausgabe 2021 mit rund 120 Ausstellenden in zwei Messehallen dürfen auch wir für 2023 ein deutliches Wachstum feststellen. Wir erwarten über 200 Ausstellende in drei Messehallen. Besonders erfreut sind wir über zahlreiche Ausstellende, welche 2021 aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei waren und nun nach fünf Jahren zurückkehren. Das ist ein Vertrauensbeweis und stärkt unsere Position als führende Schweizer Messe im Bereich der industriellen Automatisierung. Wir stellen aber auch fest, dass Ausstelleranmeldungen teilweise kurzfristiger eintreffen. Die Flächen werden vereinzelt reduziert und auch die Standkonzepte verändern sich – mehr Standpakete und weniger Individualbau sowie weg von der reinen Produktpräsentation hin zu Erlebnis und Networking. Hinzu kommen erfreulicherweise die Bemühungen der Ausstellenden, im Rahmen von ganzheitlichen und integrierten Live-Marketing-Kampagnen weit über die drei Messetage hinaus kommunikativ präsent zu sein. Dabei bieten wir als Veranstalterin mit kostenlosen Werbemitteln und unserer neuen Besucherplattform attraktive Möglichkeiten mit klarem Nutzen und Mehrwerten für Ausstellende und Besuchende.
Das elementare Querschnittsthema «Industrielle Automatisierung» dürfte in vielen Bereichen viele und auch sehr unterschiedliche Aussteller ansprechen. Wie verteilen sich die Aussteller auf die zur SINDEX 2023 identifizierten Fokusthemen und Sonderzonen?
Wir haben die vergangenen Monate genutzt, um gemeinsam mit den Verbandspartnern und dem Advisory-Board die Produktstrategie der SINDEX zu überarbeiten und den neuen Anforderungen und Bedürfnissen anzupassen. Bei den Ausstellersegmenten setzen wir jedoch auf Konstanz und Kontinuität und präsentieren wie bisher Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Elektrotechnik, Sensortechnik, Produktionstechnik, Fluidtechnik, Automation und Robotik. Diese Breite und Vielfalt zeichnet uns als führende Schweizer Plattform aus und garantiert auch einen ebenso breiten Besuchermix vom Inhaber und Geschäftsleitenden über Werks- und Produktionsleiter sowie Anwender bis zu Vertretern der Querschnittsthemen Finanzen, IT, HR oder Marketing.
Die Prozesse in der Fertigungsindustrie überschneiden und verzahnen sowie vernetzen sich immer stärker. Vielfach geht damit bei den Ausstellern ein Trend weg von der Präsentation von Hardware-Komponenten hin zu Baugruppen und Systemen sowie Software einher. Ist dieser Wandel auch bei der SINDEX zu beobachten?
Ja definitiv, wobei sich die Ausstellenden je nach Grösse, Angebot und Ressourcen weiterhin sehr unterschiedlich präsentieren. Wir sind als Veranstalterin seit jeher bemüht, gemeinsam mit Ausstellenden gesamte Systeme respektive Produktions- und Wertschöpfungsketten abzubilden, was für die involvierten Partner und insbesondere für die Besuchenden ein absolutes Highlight wäre. In der Praxis erweist sich die Konzeption, Planung und Umsetzung solcher Installationen jedoch als äusserst komplex und kostenintensiv, weshalb selbst interessierte Partner oftmals davon absehen und sich auf ihren eigenen Auftritt und Ihr Produkt- oder Dienstleistungsportfolio fokussieren.
Das ambitionierte Leitthema der SINDEX lautet «Smart up your Automation». Die Digitalisierung schreitet schnell voran und der Einsatz von KI ist auf dem Vormarsch. Wie wirkt sich das auf das Aussteller-Spektrum und weitergehend auf die Ausstellungsflächen aus?
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen verzeichnen wir in den Bereichen Digitalisierung respektiv IT/IoT und auch KI ein zunehmendes Interesse auf Aussteller- und Besucherseite. Im erwähnten Strategieprozess wurde deshalb auch definiert, diesem Bereich für die kommenden Jahre mehr Aufmerksamkeit zu schenken und das Angebot auszubauen.
Sowohl bei den Fokusthemen als auch bei den Sonderzonen geben Sie dem Business-Konzept «Ecosystem» mit den Kernthemen «Innovation und Kollaboration» breiten Raum. Wird es ergänzend zu den Präsentationen der Ausstellenden zum Beispiel auch ein Forum, eine Vortragsreihe, oder eine Diskussions-Plattform geben?
Wir bewirtschaften während der diesjährigen Ausgabe unter dem Leitthema «Smart up your Automation» zwei Fokusthemen: «Ecosystem – the future key to success» und «Technology meets Sustainability». Diese Themen werden primär im SINDEX-Forum bespielt. Jeweils vormittags wird ein kuratiertes Programm mit Keynotes und Podiumsdiskussionen angeboten, nachmittags gehört die Bühne den Ausstellenden mit ihren Inhalten und Innovationen. Natürlich motivieren wir unsere Ausstellenden zusätzlich, diese Themen auch im Rahmen ihrer Auftritte aufzunehmen und zu thematisieren.
Das Angebot an technischen Fachmessen im deutschsprachigen Raum ist besonders in den Herbstmonaten gross. Wo sehen Sie den oder besser die USP’s, damit die Aussteller die Teilnahme und die Fachbesucherinnen und -besucher den Besuch an der SINDEX als «Muss» ansehen?
Die SINDEX ist seit jeher primär auf den Schweizer Markt ausgerichtet und hatte niemals die Ambition, mit den grossen insbesondere Deutschen Fachmessen zu konkurrenzieren. Natürlich sprechen auch wir Ausstellende und Besuchende aus der DACH-Region respektiv den Nachbarländern an, prozentual machen diese jedoch einen relativ kleinen Anteil von maximal 20 Prozent aus. Als führende Schweizer Fachmesse haben wir jedoch den Anspruch, nicht nur quantitativ, sondern insbesondere qualitativ zu überzeugen. Wir bieten den Besuchenden an der diesjährigen Ausgabe mit SINDEX-Talents, -Startup, Electronic-City, Swiss-Sensor-Market,
Swiss-Robotics und Swiss-Mechatronics nicht weniger als sechs Sonderzonen an. Hinzu kommen in Zusammenarbeit mit Swissmem die Industry-Skills, dabei duellieren sich an allen drei Messetagen rund 120 Teilnehmende in den Disziplinen Elektroniker/in, Elektrotechniker/in, Automatiker/in und Industrie 4.0. Zudem bieten wir mit dem bereits erwähnten SINDEX-Forum eine attraktive Kongressbühne mit der angrenzenden SINDEX-Lounge und unser SINDEX-TV produziert direkt aus den Messehallen spannende Inhalte mit Ausstellenden, Verbänden und Besuchenden. Dieses vielfältige Angebot und Rahmenprogramm ergänzend zur
eigentlichen Fachmesse als Herzstück zeichnet die SINDEX seit jeher aus – ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall.
Vielen Dank für das informative Gespräch!
INFOS
www.sindex.ch
Internationale Ausstellung und Konferenz für Spulentwicklung, Isolierung und Elektrofertigung
19. bis 21. Mai
www.berlin.cwiemeevents.com
Fachmesse für Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung
20. und 21. Mai
www.allaboutautomation.de
Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und -förderung am Arbeitsplatz
20. und 21. Mai
www.arbeits-sicherheit-schweiz.ch
Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung
20. und 21. Mai
www.control-messe.de