Swiss Plastics Expo, Luzern
Fachmesse und Symposium für die Kunststoffbranche
20. bis 22. Januar
www.swissplastics-expo.ch
Bilder: Lorch Schweisstechnik GmbH
Höchste Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit sind bei der Ferrotec GmbH oberstes Gebot. Der Spezialist für designorientierte Blechbearbeitung und anspruchsvollen Gehäusebau setzt seit Anfang 2023 auf den WIG-Cobot von Lorch und steigert damit nicht nur die Produktivität, sondern minimiert auch Engpässe im Schweissbereich. Der Cobot ist die ideale Ergänzung für die ohnehin sehr auf Effizienz und Schnelligkeit getrimmten Produktionsabläufe.
Von Vater Morteza Taghi Aghdiri im Jahr 2000 gegründet, wird das mittelständische Unternehmen heute in zweiter Generation von Sohn Asim Aghdiri, Diplomphysiker und geschäftsführender Gesellschafter, geleitet und hat sich mit seinen inzwischen 35 Mitarbeitern schnell zu einem der führenden Spezialisten für Metallverarbeitung in Süddeutschland etabliert. Seit 2015 im Gewerbegebiet Stutensee-Blankenloch bei Karlsruhe ansässig, werden dort in einem modernen Maschinenpark auf einer Produktionsfläche von über 3000 m2 hochpräzise Bauteile und Gehäuse vorwiegend aus Edelstahl aber auch Stahl und Aluminium mit einer Blechstärke zumeist zwischen 1 und 5 mm gefertigt. Ob für den klassischen Maschinenbau, die Medizintechnik, die Elektroindustrie oder den Bereich Automotive und Fördertechnik: das Sortiment reicht vom einfachen Anschlussbauteil bis hin zu komplexen Anlagengehäusen im anspruchsvollen Design.
Arbeitszeit einsparen
«Die Cobot-Anlage ist für uns ein absoluter Gewinn», so Asim Aghdiri. Gerade bei höheren Stückzahlen habe es in der Produktion immer wieder Engpässe gegeben. Und als ein Auftrag hereinkam, bei dem es um das Schweissen von 1000 Edelstahlhauben ging, machte sich Asim Aghdiri auf die Suche nach einem geeigneten Schweissroboter. «Mit dem WIG-Cobot von Lorch konnten wir dann pro Haube allein knapp zehn Minuten Arbeitszeit einsparen, das macht bei dieser hohen Stückzahl allein 166 Arbeitsstunden aus», so Asim Aghdiri.
Die Cobot-Lösung von Lorch, für die sich Ferrotec entschieden hat, besteht aus einem Cobot UR10e, der Lorch Cobotronic-Software und einer V30-ACDC- Schweissanlage inklusive Hochleistungsbrenner. Ein Hochfrequenz-Pulsprozess bis 20 kHz ermöglicht das automatisierte WIG-Schweissen in sehr hoher Geschwindigkeit. Die Cobot-optimierte Brennerhalterung garantiert zudem eine exakte Brennerführung, die jede Schweissnaht in der gleich hohen Qualität reproduziert. Bei einem Verzug eines Werkstücks korrigiert zusätzlich die integrierte AVC-Funktion (Automated-Voltage-Control) die Lichtbogenlänge und sorgt so für eine exakte Schweissnaht.
Jannik Grimm ist einer der Schweisser bei Ferrotec und seit drei Jahren im Unternehmen tätig. Er schweisst hauptsächlich mit dem Lorch WIG-Cobot beziehungsweise mit «Bob» wie die Belegschaft ihren neuen «Mitarbeiter» inzwischen partnerschaftlich nennt. «Ich bin froh, dass wir nun die Möglichkeit haben, je nach Schweissaufgabe zwischen Hand- und automatisiertem Schweissen wählen zu können». Gerade lange Schweissnähte im anspruchsvollen WIG-Bereich belasten aufgrund des langen Verharrens über der Schweissnaht sehr. «Das monotone Schweissen von hohen Stückzahlen können wir jetzt an den WIG-Cobot abgeben,» schmunzelt er und fügt hinzu: «Und wir sind sicher, dass die Schweissnähte nicht nur wesentlich schneller, sondern auch noch in gleichbleibend hoher Qualität geschweisst werden.»
Spart Zeit und unnötige Laufwege
Zielgerichtete Prozesse und ein präziser, koordinierter Produktionsablauf sind Geschäftsführer Asim Aghdiri besonders wichtig. Dafür hat er in den letzten Jahren im Unternehmen einige Umstrukturierungen vorgenommen und setzt dabei auf eine EDV-gestützte Produktionsplanung. Statt früherer «Zettelwirtschaft» stehen den Mitarbeitern jetzt in den Produktionshallen PCs zur Verfügung über die sie jederzeit die Übersicht über die aktuellen Aufträge, den Stand der Bearbeitung sowie die Lagerhaltung abrufen beziehungsweise aktualisieren können. Das spart Zeit und unnötige Laufwege. In diesen «Flow» fügt sich auch der neue Cobot ideal ein. Während der Cobot bereits aufgespannte Werkstücke im Nestbetrieb nacheinander selbständig und schnell schweisst, können parallel weitere Werkstücke für den nächsten Schweissvorgang vorbereitet und geheftet werden. «So schaffen wir je nach Aufwand des Bauteils 100 Stück an einem Tag, wofür wir sonst drei Tage benötigt hätten», erzählt Jannik Grimm.
Zum Leistungspaket des Lorch Cobots gehört eine zweitägige Erstschulung. Die Einarbeitung am Cobot und die Programmierung der Bauteile verlief dabei ohne Probleme, blickt der Geschäftsführer zufrieden zurück. «Das Bedienkonzept ist an PC-Systeme und Smartphones angelehnt. Da konnten wir bereits nach kurzer Zeit selbst loslegen und die ersten Teile programmieren und schweissen.» Er selbst habe sich nach der Einführung viel mit dem Cobot befasst und zahlreiche Werkstücke programmiert, was er auch heute noch gerne tut. «Obwohl wir den WIG-Cobot in der Regel für höhere Stückzahlen nutzen, kann auch eine Losgrösse 1 interessant sein, wenn es sich um eine sehr lange Schweissnaht handelt.» Hier ist der Cobot mit seinem ruhigen «Schweissarm» klar im Vorteil. «Die Schweissnähte sind optimal, es gibt weniger Spritzer und ein einmal programmiertes Werkstück können wir bei Bedarf ja immer wieder abrufen.»
Für unsere hohen Ansprüche
Die Cobotronic-Software zum Steuern des Cobots ist intuitiv aufgebaut und lässt sich ohne grosse Vorkenntnisse einfach bedienen. Über das «Teachen» lernt der Schweiss-Cobot den genauen Schweissverlauf. Dabei wird der Brenner über eine Free-Drive-Funktion, die bei der WIG-Lösung direkt an der Brennerhalterung angebracht ist, zu den verschiedenen Wegpunkten wie Start- und Endpunkt geführt. Einmal eingestellt, schweisst der Cobot dann jedes Serienbauteil in gleichbleibender Qualität.
Ein weiterer Vorzug der Anlage: Der Cobot kann freistehend ohne Umhausung bedient werden. Für die maximale Sicherheit der Schweisser sorgt ein Sicherheitskonzept aus Laser und Funktionstaster. Es stellt sicher, dass der Schweisser sich während des Schweissvorgangs nicht im Bewegungsradius des Roboterarms befindet. Sobald der Cobot für ein bestimmtes Werkstück mit den passenden Parametern eingestellt und aktiviert ist, überwacht ein Laserscanner den umliegenden Arbeitsbereich, sodass beim Betreten des Schutzfeldes der Cobot umgehend in den Nothalt übergeht. Das macht eine platzfordernde zusätzliche Einhausung unnötig und lässt die maximale Bewegungsgeschwindigkeit des Cobots im freien Raum zu.
«Für unsere hohen Ansprüche ist der WIG-Cobot ideal. Da im Gehäusebau die Komponenten exakt aufeinanderpassen müssen, dürfen sich die dünnen Bleche nicht verziehen und die Schweissnähte müssen fein strukturiert und optisch sauber sein», fasst Asim Aghdiri zusammen. Diese hohe Qualität liefert der Lorch Cobot konstant und zuverlässig und das bei einer hohen Schweissgeschwindigkeit. «Bob» steht daher nicht nur beim Geschäftsführer hoch im Kurs, sondern auch bei allen Mitarbeitern. Und auch die Zusammenarbeit mit Lorch schätzen Asim Aghdiri und sein Team sehr: «Der Schweisscobot ist nicht unsere erste Anlage, die wir von Lorch im Einsatz haben und wir wissen, dass wir uns auf die kompetente Beratung und hohe Serviceleistung unserer Lorch Kollegen stets verlassen können.»
INFOS | KONTAKT
Lorch Schweisstechnik GmbH
Im Anwänder 24-26
D-71549 Auenwald
T +49 (0)7191 503-0
www.lorch.eu
info@lorch.eu
Fachmesse und Symposium für die Kunststoffbranche
20. bis 22. Januar
www.swissplastics-expo.ch
Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss
28. und 29. Januar
www.logistics-automation.ch
Fachmesse für Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung
28. und 29. Januar
www.allaboutautomation.de
Fachmesse für Produktions- und Fertigungstechnik
3. bis 5. Februar
www.messe-stuttgart.de/nortec