ALUMINIUM, Düsseldorf
Weltmesse und Kongress
6. bis 8. Oktober
www.aluminium-exhibition.com
Bilder: SAFECHEM Europe GmbH
Eine gleichbleibend hohe Reinigungsqualität – um diesen Anspruch zu erfüllen, ersetzte ein Hersteller von Kabelverschraubungen die wasserbasierte Reinigung durch modifizierten Alkohol. Das Unternehmen reinigt damit nicht nur prozesssicherer, sondern auch effizienter und mit geringerem Pflegeaufwand.
CMP Products ist ein führender Hersteller von Kabelverschraubungen, Kabelhaltern und entsprechendem Zubehör. Seit über 65 Jahren beliefert das Unternehmen mit Hauptsitz in Newcastle, Grossbritannien, verschiedenste Branchen, darunter Transport, Robotik und Energieübertragung. Durch kontinuierliche Produktentwicklung und Innovation entstehen neuartige Anwendungen, mit denen sich internationale Standards oft übertreffen und Massstäbe in Qualität, Sicherheit und Leistung setzen lassen. Dabei sind nicht nur fachliche Expertise und modernste Technologien entscheidend, sondern auch zuverlässige Reinigung der Teile.
Gleichbleibende Reinigungsergebnisse als Qualitätsanforderung
In den letzten Jahrzehnten wurden die Teile mit wasserbasierten Medien gereinigt, mit mehr oder weniger zufriedenstellenden Ergebnissen. Neben der variierenden Reinigungsqualität stellten die Kosten und die Wasserqualität ein Problem dar. «Wir haben im Laufe der Jahre verschiedene wässrige Reiniger ausprobiert, aber nie eine Lösung gefunden, die zuverlässig Öle entfernt», erklärt Suresh Talwar, Senior Production Engineer bei CMP Products.
«Nach einiger Zeit gab es immer wieder Schwankungen. In einigen Fällen variierten die Reinigungsergebnisse bereits nach der zweiten Charge.» Ein weiteres Problem war der hohe Wartungsaufwand der wässrigen Reinigung. Da Öle und Verunreinigungen im Wasser gebunden, abgewaschen und ausgespült werden, muss das gebrauchte Wasser regelmässig aufbereitet oder entsorgt werden. Hinzu kam, dass wasserbasierte Reinigungssysteme häufig nicht hermetisch abgedichtet sind, was Wasserverdunstung verursacht und in der Folge zu einer Veränderung der Reiniger-Konzentration führen kann. Die Badqualität muss regelmässig überwacht und gegebenenfalls verbessert werden, ein kosten- und arbeitsintensiver Prozess.
Abreinigung wasserbasierter Schmierstoffe mit modifiziertem Alkohol
2017 plante das Unternehmen die Investition in eine neue Reinigungsanlage und wollte trotz der bestehenden Herausforderungen weiterhin auf die wässrige Reinigung setzen. Man ging davon aus, dass sich die in der Produktion verwendeten, wasserbasierten Kühlschmierstoffe nur mit wässrigen Reinigungsmitteln entfernen lassen. Mit Unterstützung von Ecoclean führte CMP-Reinigungsversuche sowohl mit einer wässrigen als auch mit einer Lösemittelanlage durch. Trotz des Einsatzes unterschiedlicher wässriger Reiniger waren die Ergebnisse weiterhin unzureichend. Den Durchbruch brachten Tests mit dem modifizierten Alkohol Dowclene 1601, die in einer Eco Ccore-Anlage durchgeführt wurden. «Wir haben nie zurückgeblickt. Es gab schlicht keinen Grund, weiter nach Alternativen zu suchen. Der modifizierte Alkohol war für uns ein Volltreffer, und die Einführung der neuen Lösemittelanlage verlief von Anfang an völlig problemlos», berichtet Suresh Talwar.
Das Lösemittel entfernt dank seiner lipophilen und hydrophilen Eigenschaften Öle und Fette ebenso effektiv wie bestimmte polare Verunreinigungen – beispielsweise Kühlschmierstoffe – und Feststoffe wie Partikel und Schleifmittel. Zudem weist das Reinigungsmedium eine geringe Toxizität und gute biologische Abbaubarkeit auf.
Überwachungs- und Pflegeaufwand minimiert
Beim Einsatz von Lösemittel ist kein Monitoring der Tensid- und Builder-Konzentrationen erforderlich, was die Prozessüberwachung deutlich einfacher macht.
«Ausserdem können wir zehn Stunden pro Woche an Arbeitszeit einsparen, weil unsere Mitarbeiter nicht mehr regelmässig die Tanks der wässrigen Anlage reinigen müssen», ergänzt Suresh Talwar. Die effiziente Wiederaufbereitung des modifizierten Alkohols durch die Destillationseinheit der Anlage sorgt für gleichbleibend hohe Reinigungsqualität, eine längere Lebensdauer des Lösemittels und geringere Lebenszykluskosten. Darüber hinaus sind die Lösemittelrückstände im Abfallstrom gering.
Angepasstes Chemikalienleasing
Im Februar 2018 wurde die neue Anlage mit einer Erstbefüllung von 1600 l Lösemittel in Betrieb genommen. Die Lieferung des Lösemittels erfolgt mittels des Risikomanagement-Tools von Safechem, dem Safe-Trainer-System, um einen sicheren und nachhaltigen Transport, Lagerung und Umgang mit den Lösemitteln zu gewährleisten. Dank der hohen Stabilität und Effizienz der neuen Technologie ist der Verbrauch an Lösemittel und Stabilisatoren gering, was sowohl die laufenden Kosten als auch die Umweltbelastung reduziert.
Mit der Umstellung auf modifizierten Alkohol nutzt das Unternehmen auch das neuartige Chemikalienleasing-Angebot Complease. Statt das Lösemittel zu kaufen, erwerben die Kunden ein auf sie zugeschnittenes Leistungspaket. Das Servicebündel umfasst zu einer festen monatlichen Rate die Lieferung des Lösemittels, die sichere Rücknahme gebrauchter Medien, Abfallanalysen, Testkits und Stabilisatoren sowie Labordienstleistungen, technische Beratung und Schulungen. «Das erleichtert uns den Arbeitsalltag enorm», erklärt Suresh Talwar. «Durch das Leasing können wir alle Produkte und Dienstleistungen ganz unkompliziert bestellen. Gleichzeitig haben wir volle Planungssicherheit für unsere Ausgaben der nächsten zwölf Monate.»
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