Immer mehr Unternehmen setzen in der Logistik auf den Einsatz von KI.

Wie KI bei Personalmangel die Logistik entlastet

RFID Konsortium GmbH

Ein Lagerist macht in einem Logistikzentrum oft den Job für drei Leute. Die anderen beiden sind nicht etwa im Urlaub oder krank. Es gibt sie gar nicht. Personalmangel ist in der Logistik ein Dauernotzustand – ähnlich wie in der Pflege.

Routinierte Gabelstaplerfahrer sind schnell, effizient und kennen die Abläufe in ihrem Lager aus dem FF. Und doch entstehen aufgrund des hohen Workloads und des Zeitdrucks täglich Fehler. Das ist menschlich. Leider sind diese auch teuer. Fehler in der Kommissionierung, bei der Einlagerung und besonders im Warenausgang. Sie stossen wie Dominosteine eine Reihe unnötiger Prozesse an: Reklamation beim Kundenservice, Retoure, Umtausch und Nachlieferung bis hin zur Gutschrifterstellung durch die Buchhaltung. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb in der Logistik auf den Einsatz von KI. Um den Personalmangel zu kaschieren und gleichzeitig die Prozessqualität zu verbessern, macht der Lagerist seinen Job – den Rest übernimmt der Kollege KI.

Chaos in Versandzone digital aufräumen
Man sieht ihn nie, aber man spürt ihn deutlich: Kollege KI steckt in einer RFID-Gate Software, die mit einem Machine Learning Modell darauf trainiert ist, den menschlichen Kollegen zu unterstützen und Fehler zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Gerade in Peak-Zeiten hat ein Lagerist nicht die Zeit, die Ware exakt aufgereiht in oft engen Versandzonen abzustellen. Sein Ziel ist es, alle Aufträge vom Tag auch auf die Strasse zu bringen. Die Bereitstellungszonen packt er voll und nutzt dabei jeden Zentimeter. Die Ware steht bis an die Verladetore und Gates heran, bevor er sie in die LKWs lädt.

Klassische RFID-Gates
Früher mussten Mitarbeitende oft vom Stapler absteigen, um an Paletten Listen mit Artikelkolonnen abzuhaken oder zahlreiche Barcodes manuelle zu scannen. Der Einsatz von RFID-Gates an den Versandtoren stellte einen bedeutenden Fortschritt dar. Die strategische Entscheidung, RFID-Transponder auf den Artikeln zu verwenden, ermöglichte den Übergang von papierbasierten zu digitalen Logistikprozessen. Durch Gates wurden alle Warenein- und Ausgangsprozesse erheblich beschleunigt und gesichert. Der elektronische Abgleich mit der Bestellung hat Versandfehler massiv reduziert. Doch mit erhöhtem Versandvolumen bei gleichzeitig weniger Personal kamen neue Herausforderungen.

RFID KI-Gates: Hoch performant und gleichzeitig sensitiv-selektiv
Ein Warenausgangstor mit RFID-Readern und integrierter künstlicher Intelligenz erkennt hunderte von Artikeln in Sekunden ohne Sichtkontakt zum Objekt und gleicht sie korrekt mit den Lieferdaten ab. Gleichzeitig kann es Artikel, die vor, neben, hinter oder sogar im Gate «geparkt» wurden, von Objekten unterscheiden, die durch das Gate gefahren sind. Nur die Artikel, die in der Bewegung der transportierten Palette, das Gate passieren, werden über die RFID-Gate-Reader gelesen. Dieses selektive Verhalten ist das Resultat des trainierten Machine Learning Modells. Es filtert sogenannte Cross Reads, also unerwünschte Lesungen durch Überreichweiten, heraus. Auch Ware, die im Nachbargate rangiert und als Cross Read erkannt wird, wird ausgefiltert. Hoch performant und gleichzeitig sehr sensitiv und selektiv Objekte zu erfassen, war ohne KI bislang nicht möglich.

KI-Algorithmus mit jeder Trainingsrunde intelligenter
Ein RFID-Gate als Kontrollinstanz basiert immer auf dem Abgleich der im Tor erfassten Artikeldaten mit Solldaten, zum Beispiel denen eines Lieferscheins oder einer Bestellung. Die ad hoc gelesenen Daten werden stets gegen diese Solldaten plausibilisiert. Stimmen die Daten überein, geht die Sendung korrekt zum Kunden. KI gewährleistet dabei eine hohe Datenqualität für die IST-Datenermittlung, indem sie Cross-Read-Filterung mit maximaler Leseperformance kombiniert. Das Ergebnis: Kunden erreichen eine 100-prozentige Sicherheit im Versandprozess.
Früher mussten Artikel dem RFID-Gate-System «bekannt» sein, um korrekt verarbeitet zu werden. Dank KI-Technologie verarbeitet das System nun alle RFID-getaggten Artikel, die das Gate passieren: alte, unbekannte, neue oder zukünftig – zuverlässig. Nichts muss extra angelernt werden. Der Algorithmus erkennt neue Artikel eigenständig, ohne dass ihm dies zuvor von einem Menschen übermittelt wurde. Auch bei beengten Verhältnissen oder in Peak-Zeiten, wenn es hektisch wird, ist auf die Qualität des Lesevorgangs Verlass. Selbst, wenn neue Artikel ins Sortiment aufgenommen werden, reicht es aus, dass sie einen RFID-Transponder haben. Zeitaufwendige Einmessungen und Filtereinstellungen, wie früher üblich, entfallen komplett. Das spart Zeit beim Set-up und sorgt im Betrieb für hohe Flexibilität – auch für ungelernte Saisonarbeiter. Für die dünne Personaldecke bedeutet das: Entlastung im Zeitmanagement und weniger Fehler. Erfahren Sie mehr darüber im Video «RFID in Kombination mit KI – in drei Schritten erklärt» mittels untenstehendem QR-Code.

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Logistics & Automation, Bern

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