W3+ Fair, Wetzlar
Messe rund um die Technologien Optik, Photonik, Elektronik und Mechanik
18. und 19. März
www.w3-messe.de
Bilder: GROB-WERKE GmbH & Co.KG
Die Böllinger Group mit Hauptsitz in D-74177 Bad Friedrichshall zählt zu den Spezialisten, wenn es um hochpräzise Prototypen und Kleinserienfertigung geht. Das Unternehmen ist dort gefragt, wo höchste Anforderungen an Qualität, Präzision und Flexibilität gestellt werden.
Im 2023 stand die Böllinger Group vor einer wegweisenden Entscheidung: Ein anspruchsvolles Kundenprojekt erforderte erstmals die Umsetzung einer industriellen Serienfertigung. Eine Transformation, die nicht nur neue Maschinen, sondern auch ein ganzheitlich durchdachtes Fertigungs- und Digitalisierungskonzept verlangte.
Ein Partner für Technik, Organisation und Digitalisierung
«Wir wollten unser Portfolio erweitern und gleichzeitig zeigen, dass wir auch in der Serie höchste Standards erfüllen können», erklärt Thomas Gilliar (Geschäftsführer der Böllinger Group). «Dafür brauchten wir aber nicht nur die passende Technologie, sondern auch einen Partner, der das gesamte Projekt aus einer Hand begleiten konnte – technologisch, organisatorisch und digital.»
Nach intensiver Marktanalyse entschied man sich für GROB – nicht nur wegen des breiten Maschinenportfolios, sondern vor allem aufgrund der Fähigkeit, komplette Prozessketten inklusive digitaler Lösungen aus einer Hand zu liefern.
Projektstart mit Tempo – schnell, lösungsorientiert, professionell
Bereits wenige Tage nach dem Erstgespräch präsentierte das GROB-Team konkrete Lösungskonzepte. «Wir waren beeindruckt, wie schnell GROB unsere Anforderungen nicht nur verstanden, sondern in ein umsetzbares Konzept übertragen hatte», staunt Thomas Gilliar noch heute. Die Projektumsetzung verlief ebenso effizient: Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme erfolgten termintreu – ein entscheidender Faktor bei der Realisierung des Kundenprojekts.
Kern der neuen Produktionslinie bei der Böllinger Group sind zwei hochdynamische, doppelspindlige Bearbeitungszentren des Typs G320. Diese wurden in eine Fremdautomation integriert, die automatisierte Werkstückzufuhr, Hochdruckreinigung, Vakuumtrocknung und eine Sichtprüfstation umfasst. Damit gelang es, den Übergang in die Serienfertigung nicht nur technologisch, sondern auch prozessual erfolgreich zu gestalten.
Digitalisierung als Schlüssel zur Serienreife
Ein zentrales Element des Projekts war die konsequente Digitalisierung der Prozesse. Von Anfang an war klar, dass nur durch digitale Transparenz eine stabile und wirtschaftliche Serienfertigung realisierbar ist. Mit den Produkten von GROB-NET4Industry konnte die Böllinger Group nicht nur den gesamten Produktionsprozess überwachen, sondern auch die Rückverfolgbarkeit der gefertigten Teile garantieren – ein immer wichtiger werdendes Thema für das Unternehmen und dessen Kunden.
«GROB4PartFlow liefert uns auf Knopfdruck eine vollständige Historie jedes gefertigten Bauteils», erklärt Peter Feucht, Produktionsleiter bei der Böllinger Group. «Bei Rückfragen oder Qualitätsauswertungen können wir jederzeit nachvollziehen, wann welches Teil welche Station durchlaufen hat.»
Auch für die Instandhaltung und das Shopfloor-Management bringt die Digitalisierung klare Vorteile: Mit GROB4Line stehen Maschinenstatus, Alarme und Auswertungen jederzeit mobil zur Verfügung – sei es am Tablet in der Fertigung oder im Büro. «Unsere Reaktionszeiten haben sich deutlich verbessert», so Sebastian Hübner, Teamleiter Serienfertigung bei der Böllinger Group. «Störungen werden so früher erkannt und Ausfallzeiten verringert.»
Ein weiterer zentraler Baustein der neuen Serienfertigung ist GROB4Analyze – ein leistungsstarkes Analyse-Tool, das in Echtzeit Maschinendaten auswertet und so eine kontinuierliche Optimierung des Produktionsprozesses ermöglicht. Stillstandzeiten, Prozessabweichungen und Qualitätstrends lassen sich frühzeitig erkennen und beheben. Damit gewinnt die Böllinger Group nicht nur Transparenz über die laufende Fertigung, sondern auch eine solide Grundlage, um datenbasierte Entscheidungen treffen zu können. «Mit GROB4Analyze liefern wir unseren Kunden ein Instrument, das nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch eine übergreifende Prozessdatenüberwachung und nachhaltige Qualitätsverbesserung erlaubt,» erklärt Benedikt Gundling, Produktmanager Digitale Produkte bei GROB. «Gerade in der Serienproduktion sind diese Informationen entscheidend, um konstant auf hohem Niveau fertigen zu können.»
Werkzeugmanagementauf einem neuen Level
Besonders im Prototypenbereich, wo häufige Werkzeugwechsel notwendig sind, hat sich auch GROB4TDX als enormer Effizienztreiber für die Böllinger Group erwiesen. «Die digitale Verwaltung und der automatische Abgleich der Werkzeugdaten sparen uns enorm Zeit und vermeiden Fehler», so Stefan Kniel, Arbeitsvorbereitung bei der Böllinger Group. «Werkzeugdaten können einfach per Scan übertragen, synchronisiert und dokumentiert werden – das erhöht die Prozesssicherheit deutlich.»
Für GROB war das Projekt mit der Böllinger Group ebenfalls besonders: «Wir haben hier nicht nur Maschinen geliefert, sondern gemeinsam mit dem Kunden eine neue Ära eingeleitet», betont Benedikt Gundling. «Es war uns wichtig, von Anfang an als Partner auf Augenhöhe aufzutreten – mit hoher technischer Tiefe, aber auch mit viel Flexibilität und Engagement.» So Gundling weiter: «Gerade bei mittelständischen Unternehmen, die sich in Richtung Industrie 4.0 bewegen wollen, braucht es Lösungen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern im Alltag echten Mehrwert bringen. Genau das haben wir hier gemeinsam realisiert.»
Fazit: Digitalisierung, die im Alltag
Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit GROB: Eine hocheffiziente Produktionslinie, die den anspruchsvollen Taktzeiten und Qualitätsvorgaben der Böllinger Group gerecht wird – und die Erwartungen sogar übertrifft. «Die neue Fertigungslinie hat eine enorme Strahlkraft», sagt Thomas Gilliar. «Wir erhalten regelmässig neue Projektanfragen und befinden uns bereits in der Ausarbeitung weiterer Konzepte mit GROB.»
Was die Böllinger Group aus dem Projekt mitnimmt, ist klar: Digitalisierung ist ein Mehrwert und steigert die Performance. «Unsere Mitarbeiter sehen, dass digitale Tools ihnen helfen – bei der Planung, bei der Auswertung, bei der täglichen Arbeit», betont Thomas Gilliar. «Das fördert die Akzeptanz und die Bereitschaft, sich auf neue Technologien einzulassen.»
Sein Rat an andere Unternehmen: «Man muss Digitalisierung nicht kompliziert machen – aber man muss sie ernst nehmen. Nur wer Prozesse versteht, kann sie auch digitalisieren. Und mit GROB hatten wir einen Partner, der diesen Weg nicht nur technisch, sondern auch menschlich mit uns gegangen ist.» Mittels untenstehendem QR-Code können Sie auf die Video-Story zugreifen.
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