Auf dem kompakten Drehwechsler der TruLaser Weld 3000 legt ein Produktionsmitarbeiter während der aktiven Produktionszeit das nächste Bauteil ein.

Schneller zum fertigen Teil

TRUMPF Schweiz AG

Fachkräftemangel, häufig wechselnde Bauteile und begrenzte Produktionsflächen stellen viele Fertigungsbetriebe vor Herausforderungen.

Mit der neuen TruLaser Weld 3000 präsentiert Trumpf zur EuroBLECH 2026 eine kompakte Roboter-Laserschweisszelle, die sich durch KI deutlich schneller programmieren lässt und zugleich wenig Platz benötigt. «Die TruLaser Weld 3000 verschafft insbesondere Unternehmen Wettbewerbsvorteile, die hochwertige Blechbaugruppen und Gehäuse in Kleinserien mit hoher Variantenvielfalt fertigen. Sie ermöglicht stabile Prozesse, kurze Durchlaufzeiten und damit eine hohe Flexibilität in der Fertigung», sagt Moritz Berger (Produktmanager bei Trumpf).

Doppelt so schnell vom CAD-Modell zum fertigen Programm
Die neue TruLaser Weld 3000 lässt sich klassisch an der Maschine oder mit der Software TruTops Weld «offline», zum Beispiel vom Büro aus, programmieren. Besonders bei häufig wechselnden Bauteilen ist dies vorteilhaft: Mitarbeiter erstellen neue Programme am Rechner, während die Maschine weiter produziert. Zudem entstehen die Schweissprogramme auf Basis von CAD-Daten deutlich schneller als bei der herkömmlichen Programmierung. Mit der Funktion «TeachLine Touch» lassen sich anschliessend kleine Abweichungen korrigieren. Schweisspunkte lassen sich durch einfaches Tippen auf dem Maschinenbildschirm an die richtige Position verschieben. Die Programmier- und Einrichtezeit reduziert sich dabei um bis zu 50 Prozent. Noch einfacher gelingt die Korrektur mit der Funktionserweiterung «TeachLine AI». Hierbei erkennt ein KI-basiertes Verfahren die Abweichungen der Schweisspunkte und korrigiert die Roboterbahn entsprechend der realen Bauteilsituation. So lässt sich die Anlage schneller für neue Bauteile einrichten. Ein weiterer Vorteil: Auch weniger erfahrene Mitarbeiter können die Laserschweisszelle bedienen.

Kleinere Schweissoptik erweitert das Teilespektrum
Eine neu entwickelte, rund 40 Prozent kleinere Schweissoptik erweitert den Einsatzbereich der TruLaser Weld 3000. Dank der kompakten Bauweise erreicht der Schweissroboter auch schwer zugängliche Bereiche im Bauteil, beispielsweise die Innenräume tiefer Gehäuse, Kisten oder Boxen. Anwender können dadurch ein grösseres Teilespektrum automatisiert fertigen und manuelle Nacharbeiten reduzieren.
Für Prozessstabilität und Nahtqualität setzt Trumpf auf bewährte Laserschweisstechnologien. Dazu zählt BrightLine Scan, eine Kombination aus Hochfrequenz-Scanner und einer motorischen Fokusverstellung. Sie sorgt für eine höhere Spaltüberbrückung von bis zu 0,4 mm und breiteren Schweissnähten zum besseren Toleranzausgleich. Die Funktion BrightLine Weld ver-teilt die Laserleistung auf einen Innen- und Aussenkern im Laserlichtkabel, was insbesondere beim Tiefschweissen Spritzer reduziert und für hochwertige Ergebnisse sorgt. Für grössere Spalte bis zirka 1,5 mm oder Werkstoffe, die Schweisszusatz benötigen, kombiniert FusionLine den Laser mit Zusatzdraht zur gezielten Materialeinbringung.

Wenig Aufstellfläche, viel Flexibilität
Die Schutzkabine der TruLaser Weld 3000 bringt eine Aufstellfläche von 3,65x3,65 m mit und ist damit rund 24 Prozent kleiner als die kleinste Ausführung der TruLaser Weld 5000. Somit ist die Laserschweisszelle ideal für beengte Produktionsumgebungen. Trotz der kompakten Bauweise kann die Maschine Bauteile in Paletten-Grösse bearbeiten. Möglich macht dies ein KUKA Iontec Roboter mit 2100 mm Reichweite und neuester Steuerungsgeneration. Zum Ausrichten der Bauteile kann der Anwender zwischen einem klassischen Schweisstisch, einem Dreh-Kipp-Positionierer oder einem kompakten Rotationswechsler für hauptzeitparalleles Be- und Entladen wählen.Mit einer Laserleistung von drei oder vier Kilowatt schweisst die TruLaser Weld 3000 Edelstahl und Baustahl bis zu 8 mm sowie Aluminium bis 6 mm Materialdicke. Typische Einsatzfelder sind der Geräte- und Anlagenbau, Blechbauteile für Rechenzentren, die Medizintechnik oder die Küchen- und Lebensmittelindustrie.

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