Handelt es sich um geringe Spänemengen, sind mobile Saugeinheiten die richtige Variante. Konkret bedeutet dies, dass pro Tag weniger als 100 l Späne anfallen.

Ausgabe 09 | 2021

Manuelles Absaugen von Spänen

Kärcher AG

Ob Grob- oder Fein-, Nass- oder Trockenbearbeitung: Wo Metall gefräst, gebohrt, gedreht oder entgratet wird, da fallen Späne an. Um diese von Werkstück und Maschine fernzuhalten, wird aus Kostengründen oft mit Handbesen oder Druckluftpistole gearbeitet. Die Folge: Die Späne werden mehr verteilt, aber nicht aus dem Produktionsprozess entfernt. Sie greifen die Maschinen an und haben negativen Einfluss auf Oberflächenqualität und Masshaltigkeit der Produkte. Die Lösung: Mobile Saugeinheiten – sie entfernen Späne wirksam, lassen sich in kleinere Fertigungen einfach integrieren und rechnen sich schnell.

Abhängig von der Grösse einer Fertigung und den anfallenden Spanmengen gilt es zu entscheiden, welche Absauglösung Sinn macht. Vollautomatisierte Anlagen lohnen sich nur dort, wo grosse Mengen an Spänen anfallen und Zykluszeiten sowie hohe Stückzahlen entscheidend sind. Handelt es sich um geringere Spänemengen, sind mobile Saugeinheiten die richtige Variante. Konkret bedeutet dies, dass pro Tag weniger als 100 Liter Späne anfallen. Bei grösseren Volumina lohnen sich stationäre Anlagen rasch, da zeitaufwändige Entleerungsarbeiten entfallen.
Sie können pro Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden oder flexibel an mehreren Arbeitsplätzen zum Einsatz kommen, je nachdem, wie die Abläufe organisiert sind. Auch wenn die Fertigung häufig umstrukturiert wird oder ein Umzug ansteht, sind mobile Einheiten eine gute Wahl. Zuverlässig entfernen sie Späne und feine Stäube von Werkstücken und Maschinen. Auch lassen sich damit Kühlschmierstoffe bei Bedarf von aufschwimmenden, leichten Spänen und allgemeinem Schmutz befreien. Sind die Fertigungsabläufe entsprechend organisiert, lassen sich Späne sortenrein aufsaugen und sammeln, was in der Wiederverwertung höhere Preise bringt.

Unproduktive Arbeitsschritte oder Voraussetzung für Qualität und Markterfolg?
Egal, wie man Späne aus dem Arbeitsprozess entfernt, es stecken immer zusätzliche, zunächst unproduktiv wirkende Arbeitsschritte dahinter. Das ist der Fall, wenn man einen Besen oder einen Kompressor nutzt, und das ist so beim Einsatz mobiler Sauger. Je nach Organisation der Arbeitsplätze, muss der Anwender den Sauger holen, die Späne mit einem Schlauch absaugen und von Zeit zu Zeit den gefüllten Spänebehälter entleeren.
Der Unterschied zwischen herkömmlichen Methoden und dem Einsatz professioneller Saugeinheiten besteht allerdings darin, dass die Späne wirksam und vollständig entfernt werden. Das bedeutet, dass sich die Produktqualität konstant auf hohem Niveau halten lässt, sowohl in puncto Oberflächenqualität als auch in puncto Masshaltigkeit. Denn an Aufspannvorrichtungen beispielsweise gibt es keine störenden Späne, die bei der präzisen Positionierung und Ausrichtung der Werkstücke stören würden. Weniger Ausschuss ist die Folge, bei steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck ein klarer Erfolgsfaktor für jedes produzierende Unternehmen.

Wenn es an die Substanz geht: Werterhalt für Maschinen
Bearbeitungsmaschinen sind für metallverarbeitende Betriebe ein hoher Investitionsfaktor, der sich über die Zeit und gute Auslastung amortisiert. Schäden an den Maschinen, damit einhergehende Produktionsausfälle während der Reparatur sowie die Instandsetzungskosten stehen dem entgegen und können betriebswirtschaftlich gravierende Folgen haben.
Im Vergleich dazu ist die Investition in mobile Saugeinheiten überschaubar und vor allem planbar. Absaugungstechnik kann das Risiko für Maschinenschäden deutlich reduzieren. Denn die feinen Stäube setzen sich nicht in Gelenken, Achsen und anderen empfindlichen Maschinenbestandteilen fest, sondern werden sofort entfernt. Damit wird der Verschleiss im normalen Rahmen gehalten und die Maschinenlebensdauer erhöht sich deutlich.

Zu Ende gedacht: Mitarbeiterschutz und Nachhaltigkeit
Für den Anwender sind spanabhebende Werkzeugmaschinen – von der grossen Drehmaschine bis zur kleinen Tischkreissäge – immer mit Verletzungsgefahren verbunden, die sich nur durch korrekte Handhabung vermeiden lassen. Späne können, wenn sie nicht direkt abgesaugt werden, beispielsweise umherfliegen und Augen- oder Schnittverletzungen verursachen. Immer stärkere Beachtung findet das Thema Luftqualität, um Lungenerkrankungen zu vermeiden. Feine Metallstäube sollten also nicht per Besen verteilt, sondern über einen mobilen Sauger eingesaugt werden.
Letztlich ist das eingesaugte Material wieder verwertbar und je nach Menge sogar gewinnbringend. Als ergänzende Massnahmen können Spänezerkleinerer oder Abscheidesysteme hilfreich sein, um die Qualität des Recyclingguts zu erhöhen und somit bessere Preise dafür zu erzielen. Ganz nebenbei können Betriebe auf diesem Weg sogar einen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften leisten, da die Wiederverwertung von Material deutlich sinnvoller ist als die einfache Entsorgung.
Der Gegenwert für die Investitions- und Unterhaltskosten mobiler Sauger lässt sich somit über alle Abläufe hinweg bis zum Recycling klar beziffern – für jeden Betrieb eine lohnende Kalkulation.

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