Beim Doppelplanschleifen erzielt die optimale Abstimmung zwischen Prozessanforderungen, Maschine und Kühlschmierstoff Top-Resultate.

Ausgabe 05 | 2023

Doppelplanschleifen in Highend-Präzision mit maximiertem Durchsatz

Perfecbore Machines Outils SA

Die Rudolf Rafflenbeul Stahlwarenfabrik GmbH & Co. KG in D-58091 Hagen fertigt ein breites Produktspektrum mit mehr als 4000 Artikeln aus Federstahl. Entwickelt und produziert werden diese für zahlreiche Kunden der Automobil-, Zulieferer- und Elektroindustrie sowie für den Maschinen- und Anlagenbau und den Handel. Neben Normteilen wie Spannstifte und Dünnschaftschrauben sowie verschiedenste Feder-, Kontakt- und Spannscheiben, zählen hierzu auch spezielle Stanz- und Umformteile nach kundenspezifischen Anforderungen.

So beliefert Rafflenbeul zum Beispiel viele namhafte Automobilhersteller mit Präzisionsscheiben, die in Stossdämpfer-Systemen eingesetzt werden. Um hier höchste Präzisionsanforderungen trotz hoher Stückzahlen gewährleisten zu können bedarf es viel Erfahrung und Kompetenz sowie prozessstabile Fertigungstechnologien und einen leistungsstarken Maschinenpark.

Investition in Prozesseffizienz – ohne Kompromisse in der Qualität
Bei der hochpräzisen Serienfertigung setzt das Unternehmen beim Doppelplanschleifen auf die neueste Maschinengeneration des Herstellers Supfina Grieshaber aus Wolfach im Schwarzwald. «Seit gut sechs Jahren haben wir die Supfina Planet V4 Anlage bei uns im Einsatz und fertigen damit im Doppelplanschleifverfahren Präzisionsscheiben mit Durchmessern zwischen 6 bis 85 mm und Materialstärken von 0,6 bis 40 mm. Vor der damaligen Investitionsentscheidung hatten wir die sehr platzsparende Maschine von Supfina zunächst für ein Jahr gemietet», erinnert sich Carsten Dietze, der als technischer Mitarbeiter des Werkzeugbaus bei Rafflenbeul von Beginn an mit der Maschine und den damit verbundenen Prozessen vertraut ist. «Sehr schnell zeigte sich die sehr verlässliche, gleichbleibend hohe Präzision, die für uns im Hinblick auf die hohen Anforderungen der Automobilindustrie massgeblich ist.»
«Mit der Anlage erzielen wir eine Geradheit unter 8 µm – mit einer sehr ebenen, homogenen Oberflächenbeschaffenheit», fügt Carsten Dietze hinzu. Bei dem beidseitige Schleifvorgang werden die gestanzten Scheiben in einer Transportscheibe von oben und unten gleichzeitig beschliffen, wobei die obere Schleifscheibe leicht angewinkelt ist und dadurch sehr hohe, reproduzierbare Genauigkeit ermöglicht – in nur einem Prozess, ohne Vor- oder nachgelagertes Feinschleifen.
«Neben der zuverlässigen hohen Qualität spielen für uns natürlich auch die Effizienz und Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Automatisierung unserer Serienfertigung», betont Carsten Dietze. «Allein mit der Supfina Planet V4, unserer leistungsstärksten Doppelplanschleifanlage, fertigen wir mittlerweile rund 25 Millionen Werkstücke pro Jahr. Wobei wir die Taktzeiten in den vergangenen Jahren kontinuierlich optimieren konnten und den Durchsatz signifikant gesteigert haben.» Hier bringt Carsten Dietze die enge Zusammenarbeit mit Supfina Grieshaber sowie dem Schmierstoffhersteller Oest ins Spiel.

Durch Teamwork zu Bestleistungen
«Mit der Anschaffung und Einbindung der Planet-V4-Anlage in unseren Produktionsprozess standen wir von Beginn an im engen Kontakt mit Manfred Welle von Supfina Grieshaber, der uns bis heute in der Wartung Instandhaltung betreut. Trotz sehr guter Resultate ab dem ersten Tag, ist es immer unser Anspruch, das Leistungspotenzial unserer Maschinen bestmöglich auszuschöpfen und Produktionsprozesse kontinuierlich zu optimieren. Der intensive Informations- und Erfahrungsaustausch mit Manfred Welle war letztendlich dann auch der Impuls für eine Kühlschmierstoff-Umstellung, die uns nochmal deutlich nach vorne gebracht hat», berichtet Carsten Dietze.
Und Manfred Welle von Supfina Grieshaber fügt hinzu: «Mit der Lieferung und Montage neuer Maschinen betrachten wir unsere Arbeit längst nicht als abgeschlossen. Individuelle persönliche Betreuung heisst für uns, mit dem Kunden stetig gemeinsam an Prozessoptimierungen zu arbeiten, mit dem Fokus auf hohen Durchsatz, schnelle Rüstzeiten, reibungslose Abläufe und maximale Konstanz in der Qualität. Das Ziel und der Anspruch, gemeinsam an optimalen Lösungen zu arbeiten, verbindet uns mit unserem Kunden Rafflenbeul in besonderer Weise.» Und Manfred Welle blickt zurück: «Da in der ersten Zeit relativ häufig Auffälligkeiten beim Kühlschmierstoff aufgetreten sind, haben wir uns natürlich auch über dieses Thema ausgetauscht. Die hohe Schaumbildung, ständige Nachkonservierungen und der Pflegeaufwand mit Entschäumern sowie die relativ kurzen Standzeiten, kannte ich so von unseren Maschinen nicht. Ich verwies deshalb auf unseren seit Jahren bewährten Schmierstoffpartner Oest, ein Hersteller mit mehr als 100 Jahren Erfahrung, der durch seine Anwendungstechnik, Forschung und Entwicklung massgeschneiderte Kühlschmierstoffe bietet und eine sehr kompetente persönliche Rundum-Betreuung vor Ort sicherstellt.»
Stephan Tippmann von Oest erinnert sich: «Als Gebietsverkaufsleiter NRW war ich natürlich immer wieder auch bei Rafflenbeul vorstellig, zumal wir das Unternehmen bereits mit einem Korrosionsschutz aus der Oest Antiko Serie belieferten. Durch Supfina Grieshaber als Referenz und die persönliche Empfehlung von Manfred Welle intensivierte sich der bereits bestehende Kontakt. Es kam zu ersten ausführlichen Beratungsgesprächen, gemeinsam mit unserer Anwendungstechnik, und schliesslich wurde die Supfina-Anlage auf unseren teilsynthetischen wassermischbaren Kühlschmierstoff der Oest Colometa ecoT Serie umgestellt.»
«Die Supfina Planet V4 hat das Doppelplanschleifen zweifelsfrei auf ein neues Niveau gehoben. Die ausgereifte Technik mit der eingebauten patentierten Tittungsnavigation (TNS) sorgt nicht nur für jederzeit reproduzierbare Ergebnisse in Top-Qualität, sondern ermöglicht auch eine schnelle Umrüstung und verlässliche Prozessstabilität», zeigt sich Carsten Dietze zufrieden. «In der Praxis zeigt sich aber, dass auch der richtige Kühlschmierstoff ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Effizienz und Stabilität des Systems darstellt. Insofern hat sich die enge Zusammenarbeit im Dreierteam mit Oest und Supfina Grieshaber in jeder Hinsicht bewährt», betont Carsten Dietze. «Durch die Zusammenarbeit werden alle denkbaren Parameter, die zur Ergebnisoptimierung und Prozesseffizienz beitragen, miteinbezogen. Dies ist die Grundlage für unseren hohen Durchsatz mit der Supfina Planet V4 und die erzielte Taktgeschwindigkeit mit bis zu 300 Teilen pro Minute – bei gleichbleibend hoher Qualität, geringen Rüstzeiten, weniger Werkzeugverschleiss und reduzierten Kosten im Kühlschmierstoffeinsatz.»

Erfolgsfaktor Kühlschmierstoff
Der eingesetzt teilsynthetische Kühlschmierstoff aus der Colometa ecoT Serie als Konzentrat ergibt wassergemischt eine feindisperse schaumarme Emulsion mit vielen vorteilhaften Eigenschaften.
Hierzu zählt nicht nur der geringe Verbrauch. Oest Colometa ecoT ist frei von FAD, MIT, Borsäure und weiteren von Beschränkungen bedrohten Inhaltsstoffen. Der Kühlschmierstoff sichert damit auf lange Sicht eine konstante Formulierung mit verlässlichem Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Dabei zeichnet er sich durch hohe Biostabilität aus und ermöglicht lange Standzeiten, die auch Manfred Welle beim Einsatz in Supfina-Maschinen bestätigt: «Durch die geringe Keimanfälligkeit beobachte ich meist überproportional lange Standzeiten. Hohe Sauberkeit in der Maschine ohne Verklebungen im System sorgt für geringen Pflege- und Wartungsaufwand.»
Die wöchentliche Kühlschmierstoff-Kontrolle und Dokumentation nach TRGS 611, die bei Rafflenbeul von geschulten Mitarbeitern durchgeführt wird, ist dennoch wichtig, um im Falle eventueller Auffälligkeiten, frühzeitig reagieren zu können. Neben den erhobenen Kontrolldaten gehen auch regelmässig Probeentnahmen von Stephan Tippmann an das Labor von Oest.
«Wie Manfred Welle, der uns für maschinenspezifische Fragen und Anliegen zur Seite steht, können wir uns rund um das Thema Fluidmanagement auf die Expertise von Stephan Tippmann und der Oest-Anwendungstechnik verlassen. Diese enge Zusammenarbeit ist für uns sehr wichtig und bietet beste Voraussetzungen, um uns gemeinsam weiterzuentwickeln und Prozesse optimieren zu können», resümiert Carsten Dietz.

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