Welche der folgenden Ziele waren für Ihre APS-Software-Einführung am wichtigsten? Ranking von 1 = am wichtigsten bis 6 = am wenigsten wichtig.

Ausgabe 02 | 2024

Intelligente Produktionsplanung im Maschinenbau

INFORM GmbH

Im anspruchsvollen Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus sind effiziente Fertigungs- und Planungsprozesse unerlässlich. Intelligente Advanced-Planning-and-Scheduling-Systeme (APS) gewinnen in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung.

Der Aachener Optimierungsspezialist Inform hat in einer qualitativen Kundenbefragung die zentralen Ziele und Einflussfaktoren bei der Implementierung solcher Systeme ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass den Anwendern vor allem die Erhöhung der Liefertermintreue, die Reduzierung der Durchlaufzeiten und die Effizienzsteigerung in der Produktion bei der Einführung von APS-Software wichtig waren. Bei der Bewertung entscheidender Kaufkriterien standen die nahtlose Integration in bestehende IT-Systeme sowie Qualität und Leistung der Software im Vordergrund.
In Zeiten, in denen Effizienz und Resilienz entscheidend für den Geschäftserfolg sind, rücken APS-Systeme immer stärker in den Fokus der Unternehmensstrategie. Die entscheidungsintelligenten Systeme ermöglichen nicht nur eine präzise Planung von Ressourcen, sondern auch eine dynamische Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Marktbedingungen. Aufschlussreiche Erkenntnisse über moderne APS-Systeme liefert eine Befragung, die im vierten Quartal 2023 im Rahmen des 19. Felios-Anwendertreffens durchgeführt wurde. Dort trafen sich rund 116 Fach- und Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau, um Erfahrungen, Fragen und Ideen zu Felios, einer intelligenten Produktionsplanungssoftware auszutauschen. Aus allen Teilnehmenden wählte das Aachener Softwarehaus 29 Experten aus, die ausführlich interviewt wurden. Ziel der Befragung war es, einen detaillierten Einblick in die Anforderungen der Branche an APS-Systeme zu erhalten sowie konkrete Ziele und Herausforderungen bei der Einführung zu identifizieren.

Einführung der APS-Software als oberste Priorität
Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Relevanz der Einführung von APS-Systemen im Maschinen- und Anlagenbau. Dies zeigt sich daran, dass die Einführung der intelligenten Systeme für 73 Prozent der befragten Unternehmen eine hohe Priorität hatte. 12 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass die Einführung in ihren Unternehmen eine sehr hohe Priorität einnahm. Hinsichtlich des Einflusses des Wettbewerbsdrucks in der Branche auf die Notwendigkeit einer APS-Software zeigt die Befragung ein differenziertes Bild. Während sich anteilig die meisten Befragten (35 Prozent) neutral äusserten, gaben 31 Prozent an, dass der Wettbewerbsdruck die Notwendigkeit von APS-Software stark beeinflusst hat. 12 Prozent sprachen sogar von einem sehr starken Einfluss.
Das wichtigste Ziel bei der Einführung von APS-Software war für die Anwender vor allem die Erhöhung der Liefertermintreue, die mit 75 Prozent an erster Stelle stand. Dem schliesst sich auch Stefan Göbel, Head of Operations bei Oerlikon Barmag in Remscheid an: «Die Verbesserung unserer Liefertermintreue war eines der Hauptziele, die für uns ausschlaggebend für die Einführung eines geeigneten APS-Systems waren. Mithilfe der Software konnten wir dieses Ziel bereits nach zwölf Monaten erreichen und unsere Liefertermintreue auf über 90 Prozent steigern. Damit konnten wir nicht nur die Verlässlichkeit gegenüber unseren Kunden erhöhen, sondern durch die verbesserte Transparenz auch den Planungs- und Steuerungsaufwand deutlich reduzieren.» Die Reduzierung der Durchlaufzeiten sowie die Effizienzsteigerung in der Produktion standen mit 33 beziehungsweise 32 Prozent an zweiter Stelle. Die Verringerung von Produktionsausfällen und die Reduzierung von Lagerbeständen wurden von den Anwendern eher am Ende der Prioritätenliste gesehen.
Bei der Bewertung der entscheidenden Faktoren für den Kaufprozess stand für die Befragten die Integration in bestehende IT-Systeme an erster Stelle, die von 67 Prozent als sehr wichtig eingestuft wurde. Qualität und Leistung sowie Schulung und Support folgen mit 58 beziehungsweise 46 Prozent als weitere entscheidende Aspekte. Nachhaltigkeitsaspekte, Unternehmensimage und Resilienz sowie persönliche Beziehungen wurden dagegen als weniger wichtig eingestuft.
«Die Ergebnisse unserer qualitativen Befragung bestätigen den wachsenden Stellenwert von APS-Systemen», sagt Stipo Nad, Leiter Business Development Produktion bei Inform. «Die klare Priorisierung von Liefertermintreue, Verkürzung der Durchlaufzeiten und Effizienzsteigerung als zentrale Ziele bei der Einführung von APS-Systemen unterstreicht ihre unmittelbare Relevanz für die strategische Ausrichtung von Unternehmen im Maschinenbau. In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks und wachsender Kundenanforderungen positionieren sich Unternehmen durch den Einsatz moderner APS-Systeme als zukunftsorientiert und wettbewerbsfähig am Markt».

Über die Befragung
An der Befragung unter den 116 Teilnehmenden nahmen 29 Fach- und Führungskräfte aus dem Wirtschaftszweig Maschinen- und Anlagenbau teil. Die Befragung fand im vierten Quartal 2023 statt. 42 Prozent der ausgewählten Expertinnen und Experten sind seit mehr als 15 Jahren in der Branche tätig, 69 Prozt arbeiten in Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) setzt Planungssoftware seit ein bis fünf Jahren ein, 27 Prozent seit mehr als 15 Jahren.

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