Auch wassergekühlt alles tipptopp: Mit der Schneidqualität und Zuverlässigkeit der TruLaser 5030 fiber sind Martin Krämer und sein Produktionsleiter Pius Brucker nach wie vor zufrieden.

Ausgabe 04 | 2024

Der Eco Cooler kühlt Laser rein mit Wasser

TRUMPF Schweiz AG

Die Lasermaschine ausschliesslich mit Wasser kühlen? Das klingt grossartig – und ist jetzt möglich! Der Eco Cooler von Trumpf kommt komplett ohne F-Gase aus und spart bis zu 80 Prozent Energie. Das Schwarzwälder Familienunternehmen Krämer hat den neuen Kühler im Einsatz und profitiert gleich mehrfach.

Blickt Martin Krämer aus dem Fenster seines Büros, dann schaut er auf grüne Wiesen und dunkle Tannenwälder. Krämer wohnt und arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. Auf einem Schwarzwaldhof, umgeben von schönster Landschaft, mitten im Kinzigtal. Von beschaulicher Ruhe ist in der Fertigung, die an sein Büro grenzt, allerdings nichts zu spüren. Es herrscht geschäftiges Treiben. «Mit dem ersten Laser hat die Fertigung bei uns richtig Fahrt aufgenommen», sagt Martin Krämer und lacht. Krämer ist Inhaber und Geschäftsführer von Krämer Brennteile, einem Lohnfertiger für die Blechbearbeitung. Er fügt hinzu: «Der Laser hat bei uns alles verändert. Das Laserschneiden ist sehr schnell und man kann unheimlich viel machen, wenn man die Prozesse drumherum gut hinkriegt. Das haben wir bisher erfolgreich geschafft und das bringt eben auch mit sich, dass alles etwas schnelllebiger wird.» Wobei das schon fast eine Untertreibung ist, wie der Blick auf die rasante Entwicklung seines Unternehmens zeigt.
1996 übernimmt Martin Krämer den väterlichen land- und forstwirtschaftlichen Hof und baut ihn um: Statt Vieh steht ab 2002 eine Brennschneidanlage im ehemaligen Stall. Damit startet er in die Selbstständigkeit. Das spricht sich schnell herum und es trudeln immer mehr Aufträge ein. 2009 arbeiten bereits vier Vollzeit- und sieben Teilzeitkräfte auf dem Krämerhof. Und Martin Krämer erkennt: Wenn er seine Kunden weiterhin bestmöglich bedienen will, kommt er am Laser nicht mehr vorbei. Auf der Fachmesse Blechexpo sieht er die TruLaser 1030 von Trumpf und kauft sie gleich vom Stand weg. Mit der einfach zu bedienenden Maschine gelingt ihm der Einstieg in die Laserbearbeitung und sie beschleunigt die rasante Entwicklung des Familienbetriebs. Heute steht eine TruLaser 5030 fiber in der 2019 gebauten Fertigungshalle und 41 Festangestellte und Teilzeitmitarbeiter sorgen für die schnelle und zuverlässige Auftragsabwicklung.

Grüne Kühlung
Trotz all dem Wachstum ist Krämer nach wie vor fest in der Region verwurzelt und beliefert vor allem lokale Kunden im Umkreis von rund 70 km mit Kleinserien von einem bis 25 Teilen. Diese regionale Verbundenheit geht einher mit einem ausgeprägten Bewusstsein für Nachhaltigkeit: «Wir leben und arbeiten hier mitten in der Natur und sind bestrebt, unseren Teil dazu beizutragen, um sie bestmöglich zu erhalten», sagt er. Als Trumpf anfragt, ob Martin Krämer Interesse hätte, den neuen Eco Cooler an seiner Lasermaschine zu testen, ist dieser gleich Feuer und Flamme. Denn die Laserkühlung kommt komplett ohne schädliche chemische Kältemittel aus. Statt mit fluorierten Treibhausgasen, sogenannten F-Gasen, arbeitet sie mit destilliertem Wasser. F-Gase werden bisher häufig als Kältemittel eingesetzt, sind aber extrem klimaschädlich. Und der Eco Cooler hat einen weiteren Vorteil: Er verbraucht 50 bis 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Kühlsysteme. Dabei funktioniert er wie eine Wärmepumpe. In einem geschlossenen Kreislauf kühlt das Wasser die wärmeerzeugenden Komponenten der Laseranlage, wie Laserdioden, Optik, Antriebe und Schaltschränke. Das erwärmte Wasser fliesst zurück in den Eco Cooler, wo es mittels Verdampfung, Verdichtung und Kondensation wieder abkühlt. Fabian Staib, Produktmanager bei Trumpf, fasst zusammen: «Der Eco Cooler stellt für Unternehmen eine nachhaltige Alternative dar. Er arbeitet ausschliesslich mit Wasser – dem umweltfreundlichsten, sichersten und natürlichsten Kältemittel überhaupt.» Das wird immer wichtiger, denn bis 2048 reduzieren die Regierungen weltweit stufenweise die Menge an F-Gasen, die Kältemittelhersteller auf den Markt bringen. Die Kühlmittel werden also rarer und damit teuer.

Nachhaltig = wirtschaftlich
Auf dem Krämerhof ist der Eco Cooler mit der Option Free Cooling im Einsatz. Hierbei wird zusätzlich ein Wasser-Luft-Wärmetauscher ausserhalb des Gebäudes aufgestellt. Dieser nutzt die Umgebungstemperatur zur Kühlung. Liegt sie unter 17 °C, kühlt er das Wasser komplett ohne den Verdampfer im Innenraum. Liegen die Aussentemperaturen höher, startet der Verdampfer automatisch. Dadurch lassen sich zusätzlich bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Die Inbetriebnahme des Gerätes verlief reibungslos. Nach minimaler Installationszeit ging der neue Kühler in Betrieb – und überzeugt seitdem mit maximalen Einsparungen: Er verbraucht jährlich 14’000 kW/h weniger Strom. «Gerade bei den aktuellen Strompreisen ist das Plus an Nachhaltigkeit gleichzeitig ein wirtschaftlicher Vorteil», sagt Martin Krämer. Die CO2-Einsparungen summieren sich auf 5,1 t pro Jahr. «Und da wir kein F-Gas-basiertes Kältemittel mehr verwenden, ist auch das Risiko für die Umwelt viel geringer. Sollte mal ein Schlauch undicht sein, läuft nur Wasser aus».
Die Option Free Cooling hat sich für Martin Krämer besonders bewährt. Aus einem ganz einfachen Grund: «Der Aussenkühler ist bei uns höchst effektiv, weil der in einer Ecke steht, in der es selbst im Sommer immer schattig ist. Darum haben wir einen extrem hohen Free-Cooling-Anteil von über 60 Prozent der Nutzungszeit», freut sich Martin Krämer.

Angenehm unauffällig
Auswirkungen auf das Schneidergebnisse hatte der Kühlertausch keine: «Die Schneidqualität ist nach wie vor top und die Maschine läuft stabil wie immer», sagt Produktionsleiter Pius Brucker. Martin Krämer ergänzt: «Der Eco Cooler funktioniert tadellos, er bringt eine Energiekostenreduzierung, belastet die Umwelt weniger. Das ist einfach eine optimale Lösung.»
In der Fertigung ist mittlerweile abendliche Ruhe eingekehrt. Martin Krämer sitzt noch am Schreibtisch und organisiert letzte Details für einen Termin mit Trumpf. Auf dem Krämerhof steht nämlich bereits der nächste Maschinentausch an: Bald soll eine TruLaser 5030 fiber mit 24 kW Leistung die vorhandene 10-kW-Maschine ersetzen. «Den Eco Cooler bestellen wir für die neue Maschine natürlich gleich mit», sagt er und blickt zufrieden durch das Fenster nach draussen, wo die Bäume mittlerweile lange Schatten auf die Wiese hinter dem Krämerhof werfen.

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